Präsentation der Lokalen Agenda Graz 2030

”Es sind Fehler passiert. Das tut mir Leid. Ich entschuldige mich dafür.”

Mit diesen Worten könnte die Eröffnungsrede zur Präsentation der Lokalen Agenda Graz 2030 seitens einer fiktiven Grazer Bürgermeisterin im Juni 2019 beginnen.

Der Hintergrund – ein kurzer Blick aus der Zukunft in die Vergangenheit

Die Präsentation der Lokalen Agenda Graz 2030 war der erste Höhepunkt seit der Beschlussfassung zur Erstellung eben dieser im Herbst 2018. ”Wenn wir öffentliches Geld in die Hand nehmen, dann aber für was Wichtiges, für eine nachhaltige Zukunft” hieß es damals, als das Vorhaben vorgestellt wurde. Und diese Vorhaben war sehr ambitioniert.

Sehr kurzfristig wurde dabei ausgehend von einer Umfrage seitens der Stadt Graz auf anraten von zahlreichen Aktiven der Zivilgesellschaft hin die erste Fachkonferenz von & für Menschen zur Zukunft der Stadt und ihrer lokalen wie globalen Verantwortung Anfang 2019 organisiert, bei der intensiv über eine Neuausrichtung der städtischen Agenden geredet wurde. Knapp tausend Menschen aus allen sozialen Schichten, mit VertreterInnen der Wirtschaft und Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung kamen hierbei zusammen. Ausgehend von den Leitthemen der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Agenda 2030) bekam dabei jede Interessensvertretung einen gleichwertigen Platz, um die Vielfalt der Ansichten und Themen sichtbar zu machen und ihre ExpertInnen aus Fach und Praxis in einen Polylog zu setzen. Die große Show blieb dabei bewusst aus. Zur ausgeglichenen Kuratierung einigten sich die akkreditierten Interessensvertretungen auf die Besetzung eines Rates. Das Programm der Konferenz wie auch der Abschlusserklärung wurden dabei systemisch konsensiert.

Danach begann die intensive Nacharbeit in Form von zahlreichen Workshops und Gesprächen in der ganzen Stadt und auch in vielen Umlandgemeinden. Diese Workshops sollten letztlich der Ausformulierung der Lokalen Agenda Graz 2030 dienen. Man verstand sich darauf, diese jährlich anzupassen, aber nicht aufzuweichen, sondern eher strikter zu sehen. Regelmäßige BürgerInnen-Foren und Beiräte sollen Transparenz, Fortschritt und Aktualität sicher stellen.

Der aktuelle Stand der Agenda kann hier nachgelesen werden.